Krieg, Wehrpflicht und wir: Was die Weltlage für unsere Zukunft bedeutet 

„Wir müssen keine Angst haben“ Das hört man oft in den Nachrichten. Doch beruhigt uns das wirklich? Während wir hier in der Schule sitzen, toben in der Ukraine oder im Nahen Osten Kriege. Wir kriegen alles mit: über Social Media, die Nachrichten oder durch Erzählungen aus der Familie. 

Vor allem jüngere Kinder haben Probleme, mit den aktuellen Ereignissen klarzukommen. Die meisten wachsen hier behütet auf und werden dann schon in jungem Alter damit konfrontiert. Auch Kinder, die vielleicht aus einem unsicheren Land nach Deutschland kamen, um Schutz zu suchen, haben hier ihre neue Heimat gefunden. Doch nun kommen diese Sorgen von außerhalb zurück: diese Konflikte, bei denen man das Gefühl hat, dass niemand wirklich hilft oder eine Antwort auf die eigenen Fragen hat. 

Man fühlt sich hilflos und von der Politik im Stich gelassen. Man hört, dass man die Wehrpflicht wieder holen möchte, um Schutz zu bieten, aber ob wir überhaupt in den Krieg ziehen möchten, fragt keiner. 

Aber was ist die Wehrpflicht überhaupt?  

Wehrpflicht bedeutet, dass der Staat junge Leute verpflichten kann, für eine bestimmte Zeit im Militär oder im Katastrophenschutz zu dienen. Diese dient zum Beispiel zum Schutz der Bürger im eigenen Land, aber auch für die Verbündeten der NATO. Die NATO ist ein Bündnis, das besagt: Wenn ein Land, das Mitglied der NATO ist, angegriffen wird, eilen die anderen Mitgliedsländer diesem Land zu Hilfe, sei es durch militärische Unterstützung oder Hilfsgüter. 

Für uns ist dies gerade wichtig, da es unsere Zukunft betrifft. Die momentane Weltlage ist mit den vielen Kriegen nicht die Beste. Daher wollen viele Länder, auch Deutschland, eine bessere Verteidigung im Ernstfall haben. Allerdings braucht es dafür Soldaten, und diese möchte man nun durch die Wehrpflicht gewinnen. Für Männer, die 2008 oder später geboren wurden, ist der Fragebogen (in dem z. B. gefragt wird, ob Interesse besteht, zur Bundeswehr zu gehen) Pflicht. Auch die erste Musterung mit Gesundheitscheck ist bei Interesse Pflicht. Für Frauen ist dies bisher freiwillig. Allerdings wurde in den Medien sehr häufig gesagt, dass Deutschland dringend mehr Soldaten braucht, ob aktiv oder als Reserve. Das verunsichert viele Jugendliche extrem. (Quelle: www.bundeswehr.de) 

Viele Jugendliche haben Angst vor weiteren Ausschreitungen in den Konflikten. 81 Prozent der Jugendlichen und jungen Erwachsenen (12 bis 25 Jahre) geben an, Angst vor einem Krieg in Europa zu haben. Das ist eine der größten Sorgen dieser Generation. (Quelle: www.tagesschau.de) 

Und das kann man manchmal auch in den Schulen merken: Kinder, die unter enormem Stress durch solche Nachrichten leiden, haben oft schlechtere Noten in der Schule. Auch ihr Verhalten kann sich ändern; sie werden aggressiver oder ziehen sich sozial zurück, um ein Gefühl von Sicherheit zu bekommen. (Quelle: www.beate-lessmann.de) 

Aber kann man dagegen etwas tun?  

Kriege passieren leider, und sie zu beenden, dauert oft viel Zeit. Also, was tun? Man kann darüber sprechen: mit Eltern, Freunden oder Lehrern. Auch Schulsozialarbeiter helfen bei solchen Sorgen, denn es ist normal, in unsicheren Zeiten Angst zu haben. Man muss nur wissen, wie man selbst am besten damit umgehen kann, und dabei können Fachkräfte helfen. Man kann das Thema leider nicht ignorieren – und das sollte man auch nicht tun. Aber man kann lernen, damit umzugehen und sich Unterstützung suchen.