„Boah, diese Scheiße!“ – jeder hat inzwischen schon über ihn geflucht und kennt die Probleme, die er mit sich bringt: der CAS-Taschenrechner, ein Wunder der Technologie – aber, oh nein, ein Dimensionsfehler taucht auf, der CAS-Taschenrechner setzt Psychose ein. Psychose ist sehr effektiv gegen den Typ Schüler, Schüler verliert 99/100 HP. Die Klausur endet und der Schüler
hat verloren, Sieger ist der CAS-Taschenrechner. So fühlt sich inzwischen der Kampf mit Mathe in Klausuren, aber auch in normalen Unterrichtsstunden der Oberstufe an, und das alles nur wegen einer kleinen, aber entscheidenden Änderung: Der Taschenrechner von Geogebra wurde durch einen neuen CAS-Taschenrechner ersetzt. Mit schwerwiegenden Folgen.
Der neue Taschenrechner hat vielen Schülern die Mathenoten verschlechtert. Der Hauptgrund ist, dass die Schüler sich an den Taschenrechner von Geogebra im Jahr davor gewöhnt hatten. Dieser war leicht zu steuern und zu verstehen, und man hatte dazu auch noch das Problem des Transports gelöst. Der Taschenrechner wurde als App auf dem Laptop aller Schüler installiert und war so sehr leicht zu transportieren, da die Schüler ihren Laptop sowieso immer dabeihatten.
Doch der Geogebra-Taschenrechner brachte auch viele Schwierigkeiten mit sich. Wie zum Beispiel, dass man ihn nicht benutzen konnte, wenn der Laptop auch nicht aufgeladen war. Außerdem besaß er einen eingebauten Prüfungsmodus, welcher speziell in Prüfungen eingestellt wurde, um das Schummeln und Betrügen zu verhindern. Doch genau dieser Modus brachte die meisten Schwierigkeiten mit sich: Schüler wurden auf Grund der Strenge des Prüfungsmodus einfach so ohne einen wirklichen Grund rausgeschmissen, dies führte bei den meisten Schülern zu Stress oder auch zu unnötigem Melden, da sie der Aufsicht in den Klausuren immer davon Bescheid geben mussten.
Ein weiterer Aspekt, der die Benutzung des Geogebra-Taschenrechners in Klausuren erschwerte, war das Schummeln trotz Prüfungsmodus. Es war durch den Laptop nämlich möglich, den Bildschirm mit einem anderen Schüler in einem gewissen Umkreis zu teilen, damit dieser alle Rechnungen des anderen
sieht. Den Aufsichten fällt sowas natürlich nicht auf, da die Digitalisierung in den Schulen gerade erst angefangen hat.
Es ist also klar, warum der Geogebra-Taschenrechner abgeschafft und der
neue CAS-Taschenrechner angeschafft wurde. Der alte Rechner hatte einfach
zu große Sicherheitslücken, die mit unserem Schulsystem nicht vereinbar
waren.
Doch mit diesem Wechsel ist das Problem nicht einfach verschwunden,
vielmehr hat es sich verschoben: Zuerst lag es bei der Schule und den
Lehrern – nun bei den Schülerinnen und Schülern. Zunächst müssen die Schüler sich wieder an einen neuen Taschenrechner gewöhnen, was viele
ihre guten Noten kostet. Man sollte sich also fragen, wie unsere Schule mit Problemen umgeht: Werden diese beseitigt oder doch nur immer weiter
aufgeschoben, bis es zur kompletten Katastrophe kommt?
Man sollte dem CAS-Taschenrechner jedoch trotzdem eine Chance geben.
Denn eine Rückkehr zum alten Taschenrechner ist sehr unwahrscheinlich,
eben genau wegen dieser ganzen Sicherheitslücken. Also sollten wir Schüler das Beste draus machen und dem neuen Taschenrechner eine Chance geben.


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