Was denken Jugendliche über philosophische Fragen von heute? Eine Schülerin unserer Schule zeigt das im Landes- und Bundeswettbewerb Philosophischer Essay.
Jedes Jahr findet seit über 20 Jahren der sogenannte „Landes- und Bundeswettbewerb philosophischer Essay“ statt. Es stehen jeweils vier philosophische Themen zur Auswahl, von denen sich die Schüler*innen der Oberstufe ein Thema aussuchen und darüber schreiben können. Dieses Jahr gab es die folgenden philosophischen Themen zur Auswahl:
Thema 1: Hat jeder Mensch ein Anrecht auf die Wahrheit?
Thema 2: Der fundamentale Akt der Freiheit ist der des Verzichtes auf Unterjochung eines Unterjochbaren…
Thema 3: Nicht die Tatsachen selbst beunruhigen die Menschen, sondern die Meinungen darüber
Thema 4: „In Wirklichkeit ist jeder Leser… der Leser seiner selbst.“
Dieses Schuljahr nimmt auch die GEB teil: Eine Schülerin aus der EF tritt mit ihrem 3,5-seitigen Essay zu dem Thema „Nicht die Tatsachen selbst beunruhigen die Menschen, sondern die Meinungen darüber“ für unsere Schule an. Wie so ein philosophischer Essay aussehen kann, könnt ihr in dem nachfolgenden Auszug aus ihrem Text sehen:
„In öffentlichen Diskussionen kann man immer häufiger beobachten, wie die öffentliche Wahrnehmung bestimmter Themen stark von Bewertungen und Deutungsmustern und weniger von Tatsachen geprägt wird. […] Diese Dynamik beschreibt der stoische Philosoph Epiktet, wenn er feststellt, dass nicht die Tatsachen, sondern die Meinungen darüber die Menschen beunruhigen. Diese Beobachtungen werfen die Frage auf, in welchem Verhältnis Tatsachen und ihre Interpretationen stehen. […] Zunächst einmal muss man sich die Unterscheidung zwischen Dingen, die in unserer Hand liegen und Dingen, die nicht in unserer Hand liegen, anschauen. […]“


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