Wer hilft, wenn es schwierig wird? – Unterstützung an unserer Schule

Viele Schülerinnen und Schüler kennen Situationen, in denen alles zu viel wird. Stress in der Schule, Probleme zu Hause oder Konflikte mit anderen. Oft bleibt man mit diesen Belastungen lange allein, weil man nicht weiß, mit wem man darüber reden kann oder ob man sich überhaupt Hilfe suchen sollte. Genau solche Situationen wirken sich auch stark auf die mentale Gesundheit betroffener Personen aus. Mentale Gesundheit spielt im Schulalltag eine große Rolle – aber wo findet man bei uns in der Schule in so Situationen Hilfe?

Mentale Gesundheit ist ein großes Thema an Schulen. Statistiken aus dem Jahr 2024 zeigen, dass etwa jeder fünfte junge Mensch im Alter von 8 bis 17 Jahren unter psychischen Problemen leidet und sich mehr Unterstützung wünscht. Unsere Schule ist dabei kein Einzelfall. Doch welche Unterstützung gibt es eigentlich bei uns?

An unserer Schule gibt es verschiedene Hilfsangebote, wie Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter oder Vertrauenslehrkräfte. Trotzdem sind diese Angebote noch nicht immer ausreichend. Um mehr über die Situation zu erfahren, habe ich zwei dieser Helfer interviewt und nach ihrer Sicht gefragt. Zunächst ist es wichtig zu wissen, dass alle diese Ansprechpersonen einer Schweigepflicht unterliegen. Das bedeutet, dass alles, was man ihnen erzählt, vertraulich bleibt. Diese Hilfsangebote stehen allen offen – sowohl Schülerinnen und Schülern als auch Lehrkräften. Hilfe in Anspruch zu nehmen ist nichts Ungewöhnliches.

Warum wird die mentale Gesundheit bei Menschen eigentlich schlechter?

Psychische Probleme haben nicht immer eine eindeutige Ursache. Sie können sehr unterschiedlich entstehen und treten oft plötzlich auf. Gründe können zum Beispiel die Krankheit eines oder mehrerer nahestehender Familienmitglieder sein, soziale oder finanzielle Probleme oder auch frühere traumatische Erlebnisse. In solchen Situationen fühlen sich viele Menschen überfordert und sehen scheinbar keinen Ausweg.

Und warum sind es immer häufiger Kinder und Jugendliche, die unter psychischen Erkrankungen leiden?

Kinder und Jugendliche haben ein erhöhtes Risiko für psychische Probleme. Sie befinden sich häufig in der Pubertät, einer ohnehin schwierigen Lebensphase. Wenn dann zusätzlicher Druck von außen oder weitere Probleme hinzukommen, fühlen sich viele schnell überfordert. Oft suchen sie die Ursache der Probleme bei sich selbst, was die mentale Gesundheit weiter belastet.

Genau für solche Situationen gibt es an unserer Schule soziale Hilfsangebote, insbesondere die Schulsozialarbeit. Dazu gehören Frau Wuttke, Frau Hary und Herr Niechciol.

Doch sind diese Hilfen ausreichend?

Diese Frage ist nicht leicht zu beantworten. In meinen Interviews und Recherchen bin ich jedoch häufig auf dieselbe Antwort gestoßen: Leider reichen die vorhandenen Hilfsangebote oft nicht aus. Viele Fälle sind sehr komplex und erfordern viel Zeit, Aufmerksamkeit und Unterstützung. Das bedeutet jedoch nicht, dass es keine Hilfe gibt. Im Vergleich zu vielen anderen Schulen verfügt unsere Schule über relativ viele Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter, Beratungslehrkräfte und Angebote der Schulseelsorge. All diese Personen können angesprochen werden, wenn man Unterstützung braucht.

Wo findet man diese Hilfen bei uns in der Schule konkret?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Hilfe zu bekommen. Frau Hary, eine der Schulsozialarbeiterinnen, hat zum Beispiel ein eigenes Büro im Raum D0.02. Dort sind ihre E-Mail-Adresse, ihr Teams-Name und eine Telefonnummer für Notfälle zu finden. Allerdings ist es nicht immer einfach, alle Ansprechpersonen direkt zu finden. In solchen Fällen ist es am besten, die Schulsozialarbeit über Teams anzuschreiben und einen Termin zu vereinbaren. Davor muss man keine Angst haben: in der Regel bekommt man schnell eine Antwort und zeitnah Unterstützung. Alternativ kann man auch eine Lehrkraft ansprechen und um Hilfe bei der Terminvereinbarung bitten, wenn man sich damit wohler fühlt.

Wie man sieht, gibt es noch einiges zu verbessern. Gleichzeitig ist zu erkennen, dass sich immer mehr Lehrkräfte mit dem Thema mentale Gesundheit beschäftigen und sich weiterbilden. Auch wenn noch nicht alles perfekt ist, befindet sich die Schule auf einem guten Weg, die Situation zu verbessern.